Friedrich Bauer
Friedrich Bauer wurde 1930 in Wien geboren. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Wien und einem Aufenthalt am Bologna Center der John Hopkins Universität war er an den Botschaften in Belgrad (1958-1960) und Tel Aviv (1963-1967) tätig und in die Verhandlungen zum österreichisch-deutschen Finanz- und Ausgleichsvertrag (Bad Kreuznacher Abkommen, 1961-1963) eingebunden.
Von 1968 bis 1973 war Friedrich Bauer zunächst stellvertretender Leiter, dann Leiter des Büros für internationale Konferenzen und Organisationen im Außenministerium und von 1973 bis 1977 der erste österreichische Botschafter in der DDR.
Von 1978 bis 1986 übernahm er erst die Leitung der Ostabteilung (Teil der Politischen Sektion), dann die Leitung der Politischen Sektion im Außenministerium. In dieser Funktion war er auch in die Vorbereitung des Besuchs von Bruno Kreisky in der DDR 1978 eingebunden, der als erster Regierungschef aus dem Westen die DDR besuchte.
Von 1986 bis 1990 war Friedrich Bauer Botschafter in Bonn und von 1990 bis 1995 Botschafter in der UdSSR bzw. der Russischen Föderation.
Publikationen
Friedrich Bauer, Botschafter in zwei deutschen Staaten. Die DDR zwischen Anerkennung und Auflösung (1973-1990). Die aktive Neutralitätspolitik Österreichs, Wien 2006 (Eigenverlag).
Friedrich Bauer, Russische Umbrüche. Von Gorbatschow über Jelzin zu Putin. Botschafter in Russland von 1990 bis 1995, Wien 2008 (Eigenverlag).
Friedrich Bauer / Enrico Seewald, Bruno Kreisky in Ost-Berlin 1978 (Bruno Kreisky International Studies 7), Innsbruck/Wien/Bozen 2011 (StudienVerlag).
