Franz Ceska

Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki, 30.07.-01.08.1975

Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki, 30.07.-01.08.1975

Franz Ceska wurde 1936 geboren. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien und am College of Europe in Brügge trat er 1959 in das Außenministerium (politische Sektion) ein.

Zwei Jahre später (1961-1965) wechselte er an die österreichische Botschaft in Paris, bis er von 1965 bis 1969 erneut im Außenministerium (politische Sektion, 1968/1968 Sekretär von Außenminister Kurt Waldheim) tätig war.

Von 1969 bis 1975 fungierte er als Stellvertretender ständiger Vertreter Österreichs beim Büro der Vereinten Nationen und den Spezialorganisationen, bei CERN etc. in Genf.

Von 1975 bis 1977 leitete er die österreichische Delegation in Westberlin und von 1977 bis 1982 die Abteilung für Sicherheitspolitik und Abrüstung im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten. Zudem führte er die österreichische Delegation zum Madrider Folgetreffen der KSZE (1980-1983) an.

1982/1983 war er österreichischer Botschafter in Brüssel und von 1988 bis 1991 Ständiger Vertreter Österreichs beim Büro der Vereinten Nationen und den Spezialorganisationen, beim GATT sowie bei der EFTA in Genf.

In den folgenden Jahren war er von 1991 bis 1997 als Generalsekretär der Industriellenvereinigung, von 1997 bis 2001 als Botschafter in Paris und von 2003 bis 2006 als Leiter der Stabstelle für Strategische Außenwirtschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit tätig.

Franz Ceska verstarb im Februar 2026.

Literatur (Auswahl):

Franz Ceska, Détente und KSZE-Prozess – Österreich zwischen Helsinki (1975) und Madrid (1983), in: Oliver Rathkolb/Otto M. Maschke/Stefan August Lütgenau (Hg.), Mit anderen Augen gesehen. Internationale Perzeptionen Österreichs 1955-1990 (Österreichische Nationalgeschichte nach 1945, Band 2), Wien/Köln/Weimar 2002, 506-521.

Franz Ceska, Vom Kalten Krieg zur Europäischen Union – Die KSZE als Geburtshelfer des Europa der „25 plus“, in: Otto M. Maschke (Hg.), Europa auf Friedenssuche. Vom Europarat zur Osterweiterung der Union, Wien 2004, 159-180.

Franz Ceska, „Insofern war das die aufregendste Sache meines Lebens“, in: Kai Habel / Nina Hechenblaikner / Jonas Kaiser / Willi Schrenk (Hg.), Diplomatie am Ende des Kalten Krieges. Erinnerungen an die dritte KSZE-Folgekonferenz in Wien 1986–1989, Baden-Baden 2025, 49–78.

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