Die Bildungspolitik der Ära Bruno Kreisky

Katalog der von den Historikern Hannes Leidinger, Karl Vocelka (Uni Wien) und Karin Moser (Filmarchiv Austria) kuratierten Ausstellung zur Bildungspolitik Kreiskys. In seine Regierungszeit fiel die Einführung der Schülerfreifahrt, des Gratis-Schulbuchs, der Beginn der Schulversuche zur "Integrierten Gesamtschule" oder die Einführung des Universitäts-Organisationsgesetzes (UOG) 1975, das eine Demokratisierung der Hochschulen anstrebte. Weitere Eckpunkte waren die Abschaffung der Aufnahmeprüfung für die AHS, die Durchsetzung der Koedukation in allen öffentlichen Bildungseinrichtungen, die Etablierung der Schulpartnerschaft in Form der Schulgemeinschaftsausschüsse oder die Möglichkeit des Aufsteigens trotz eines Fünfers (bei Zustimmung der Klassenkonferenz). Die Ausstellung beleuchtete einerseits die Person Kreiskys und dessen biografische Stationen und andererseits seine Maßnahmen im Bereich der Bildung - samt deren Auswirkungen wie etwa der Explosion der AHS-Schülerzahlen und Studentenzahlen bis zum Vormarsch der Mädchen bzw. Frauen in diesen Bildungseinrichtungen. Gleichzeitig werden die Weggefährten Kreiskys kurz porträtiert - dabei wird klar, dass die "Ära Kreisky" im Schulbereich gleichzeitig eigentlich auch die Ära seines Unterrichtsministers (1971-1983) und späteren Nachfolgers Fred Sinowatz (SPÖ) bzw. im Uni-Bereich seiner Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg (SPÖ, 1970-1983) war.

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