BRUNO KREISKY PREIS
FÜR VERDIENSTE UM DIE MENSCHENRECHTE
 
PREISTRÄGERINNEN
     
 

1991
Committee Cap Anamur (Deutschland)

Diese Organisation wurde auf Grund der herausragenden Aktionen des Schiffes mit dem gleichen Namen bekannt. Im Jahre 1979 wurde das Schiff ins Südchinesische Meer verfrachtet und kreuzte vor der Küste von Vietnam als Schutz vor Piraterie. Während dieser Zeit flohen tausende Menschen in den Süden Vietnams und ihre Boote wurden zu leichten Zielen für Piraten, welche den gesamten Besitz der Leute raubten, die Männer töteten und die Frauen und Kinder verkauften. Zusätzlich zur Abwehrfunktion gegen Piraten durch ihre Anwesenheit, fungierte die Cap Anamur auch als Krankenhaus-Boot. Den Opfern wurde weiters an Bord ermöglicht, einen Asylantrag für West-Deutschland zu stellen.

Zu dem Zeitpunkt der Verleihung des Bruno Kreisky Preises hatte sich der Fokus des Komitee Cap Anamur auf Krankenhäuser und Waisenhäuser in Afrika verlegt. Uganda, Sudan, Tschad, Somalia, und einige andere Länder in Konfliktsituationen erhielten Hilfe von den Mitarbeitern des Komitees. Cap Anamur arbeitet nach den Grundsätzen, dass die Organisation nie Geld gibt, vor allem nicht an die Regierungen, und dass das, was sie an Hilfsgütern spenden, direkt von ihnen verteilt wird.

Das Komitee Cap Anamur hat derzeit mehrere parallel laufende Projekte in verschiedenen Regionen der Welt. Die meisten dieser Projekte betreffen den Bau neuer Krankenhäuser für die Entwicklung einzelner Regionen. Zum Beispiel wird in Zinedjan, Afghanistan ein Krankenhaus, sowie Wohnungen für Menschen gebaut. Gleichzeitig hilft die Organisation in Pakistan Menschen, die durch Überschwemmungen obdachlos wurden, sowie unterernährten Kindern.
(http://www.cap-anamur.org/)

 
 
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