BRUNO KREISKY PREIS
FÜR VERDIENSTE UM DIE MENSCHENRECHTE
 
PREISTRÄGERINNEN
     
 

1984
García Villas, Marianella (El Salvador)
Ermordet, posthum verliehen

Marianella García Villas wurde 1948 in San Salvador, El Salvador, geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie war Marianella García Villas bis zu ihrer Ermordung im März 1983 angesehene Anwältin und die Präsidentin der Menschenrechtskommission in El Salvador, der Fundación Comisión de Derechos Humanos de El Salvador, die am 1 April 1978 gegründet wurde. Marianella García Villas war die erste Präsidentin der CDHES. In dieser Funktion führte García Villas einen mutigen und unerschrockenen Kampf gegen die Verletzung der Menschenrechte in ihrem Land. Gleichzeitig was sie die Vertreterin der Pax-Christi Organisation in El Salvador. Im Jahre ihrer Ermordung war sie mit der Auswertung einer Untersuchung über den Einsatz von Napalm und chemischen Waffen durch Regierungstruppen beschäftigt, die der UN-Menschenrechtskommission in Genf hätte vorgelegt werden sollen.
Die Preisverleihung posthum im Jahr 1984 sollte Marianella García Villas Einsatz für die Menschenrechte würdigen und der damit verbundene Geldbetrag an die Menschenrechtskommission in El Salvador überreicht werden.
In Erinnerung an die Verdienste Marianella García Villas eröffnete die CDHES ein eigenes Zentrum, das CDMH Marianella Garcia Villas, Centro de Documentación de la Memoria Histórica Marianella Garcia Villas. Das CDMH ist ein Dokumentationszentrum, dass im Bereich der Menschenrechte zusammen mit einem Teal aus Soziologen, Anthropologen, Archäologen, Historikern, Journalisten, Wissenschaftlern, sowie Menschenrechtsspezialisten Raum für Beratung, Forschung und Erhaltung und Rekonstruktion der jüngsten Geschichte El Salvadors bietet. Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein für die Verteidigung der Menschenrechte zu schärfen.

Weitere Informationen:

http://www.cdhes.org.sv/index.php

 
 
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