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Seit der Gründung im Jahre 1976 hatte es
kleinere personelle Veränderungen in der
Zusammensetzung der Jury gegeben. Die zweite,
1995 auf fünf Jahre ehrenamtlich bestellte
Jury konnte die Präsenz von international
anerkannten Menschenrechts-expertInnen in ihren
Reihen stärken. Neben den bereits in der
ersten Jury vertretenen Persönlichkeiten
Marion Gräfin Dönhoff, Anton Benya,
Egon Matzner, Erika Weinzierl, Alfred Ströer,
Herwig Büchele, S.J. konnten Karl von Schwarzenberg,
Antonia Rados, Peter Kreisky, Wolfgang Aigner,
Peter Jankowitsch, Peter Leuprecht und Manfred
Nowak für die Mitarbeit in der Jury gewonnen
werden.
Im Rahmen der achten Preisverleihung am 29. September
1995 wurde erneut zwischen Menschenrechts- und
Anerkennungspreisen unterschieden.
Mit dem Menschenrechtspreis wurde die kurdisch-türkische
Oppositionspolitikerin Leyla
Zana, die palästinensische Biologin
und Aktivistin Sumaya
Farhat Naser und Sergej
Adamowitsch Kowaljow, russischer Biologe
und Menschenrechtsexperte geehrt.
Kowaljow wurde 1975 wegen „antisowjetischer
Aktivitäten und Propaganda“ zu sieben
Jahren Arbeitslager und anschließender Verbannung
verurteilt. Ende der 1980er Jahre engagierte sich
Kowaljow in Aufbau mehrerer Menschenrechtsinstitutionen
und war seit 1989 für Memorial Mitglied im
Obersten Sowjet der Russischen Föderation.
Seinen Vorsitz des parlamentarischen Komitees
für Menschenrechte verlor Kowaljow nach seinen
scharfen Protesten gegen die Tschetschenienpolitik
Präsident Jelzins.
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