BRUNO KREISKY PREIS
FÜR VERDIENSTE UM DIE MENSCHENRECHTE
 
PREISVERLEIHUNGEN
  1979 1981 1984 1986 1988 1991 1993 1995 1997 2000 2002 2005 2007 2011 2013  
     
 
1988 5. VERLEIHUNG, 8. JULI 1988,
AUSTRIA CENTER VIENNA
 
 
Frei Betto, Brasilien
Benazir Bhutto, Pakistan
Latif Dori, Commitee for Israeli-Palestinian
Dialogue founded by Israelis of
Oriental Origin
, Israel
Anton Lubowski, Namibia
Sergio Ramírez Mercado, Nicaragua
Claudia Vilanek, Österreich
Bischof Leonidas Eduardo Proaño Villalba, Ecuador
Freunde des Chaim Sheba Medical Center
Tel Hashomer
, Österreich
Gesellschaft für österreichisch-arabische
Beziehungen, Österreich
Greenpeace, Österreich
Guatemaltekische Menschenrechtsorganisation
GAM
, Guatemala
Internationale Helsinki Föderation, Österreich
Justitia et Pax, Koreanische Kommission
Katholische Sozialakademie, Österreich
Komitee für soziale und medizinische Hilfe
für Palästinenser
, Österreich
Neve Shalom/Wahat al-Salam, Israel
Unidad Nacional de Trabajadores Salvadoreños, El Salvador
Verein für die Geschichte der Arbeiterbewegung,
Österreich
 
   
   

Bruno Kreisky hatte bis zuletzt gehofft, an der Preisverleihung teilnehmen zu können. Dies war ihm jedoch auf Grund seiner bereits sehr angegriffenen Gesundheit unmöglich. In einem kurzen Grußwort schrieb Kreisky:

"Wer ein relativ langes Leben hinter sich hat und viele Höhen und Tiefen durchmessen konnte, weiß, dass immer wieder der geknebelte Geist sich erhebt. Lassen Sie mich schließen mit dem Wort der Verheißung, das viele von uns ein Leben lang beseelte: Denn Sie töten den Geist nicht, Ihr Brüder und Schwestern."

Die 5. Preisverleihung 1988 im Austria Center Vienna, ehrte 18 PreisträgerInnen. Auf Vorschlag Bruno Kreiskys wurden der brasilianische Dominikanermönch Frei Betto, das israelisch-palästinensische Dorf Neve Shalom/Wahat al Salam, Latif Dori vom Committee for Israeli-Palestinian Dialogue founded by Israelis of Oriental Origin, das Komitee für soziale und medizinische Hilfe für Palästinenser und Claudia Vilanek für ihr karitatives Wirken in Indien und Österreich ausgezeichnet.
Luftaufnahme des jüdisch- arabischen Dorfes und Friedensprojekts Neva Sha- lom/Wahat al-Salam..
 

Weitere PreisträgerInnen waren die Internationale Helsinki Förderation, die Katholische Sozialakademie
Österreich, die Gesellschaft der Freunde des Chaim Sheba Medical Centers, die Gesellschaft für österreichisch-arabische Beziehungen, Greenpeace Österreich, sowie der Verein für die Geschichte der A beiterbewegung. Mit Anton Lubowski wurde ein prominenter namibischer Menschenrechtsanwalt und Unabhängigkeitsaktivist, mit Benazir Bhutto eine führende Oppositionspolitikerin Pakistans ausgezeichnet. Anton Lubowski fiel nur wenige Monate später kurz vor den Unabhängigkeitswahlen einem Mordanschlag zum Opfer.

 
PreisträgerInnen und Ehrengäste der Preis- verleihung 1988.  

Benazir Bhutto wurde zweimal zur pakistanischen Premierministerin gewählt, 2007 wurde sie bei einem Attentat ermordet. Mit der Auszeichnung von Justitia et Pax, koreanische Kommission, wurde erneut auf die Unterdrückung der Menschenrechte in Südkorea aufmerksam gemacht.

Weitere PreisträgerInnen waren Bischof Leonidas Eduardo Proaño Villalba aus Ecuador, die guatemaltekische Menschenrechtsorganisation GAM, der nicaraguanische Literat und Politiker Sergio Ramírez Mercado und die Unidad Nacional de Trabajadores Salvadoreños (UNTS).

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