BRUNO KREISKY PREIS
FÜR VERDIENSTE UM DIE MENSCHENRECHTE
 
PREISVERLEIHUNGEN
  1979 1981 1984 1986 1988 1991 1993 1995 1997 2000 2002 2005 2007  
     
 
1979 1. VERLEIHUNG
19. OKTOBER 1979, PALAIS PALFFY
 
 
Kardinal Raúl Silva Henríquez, Chile
Issam Sartawi, Palästina
Arie Lova Eliav, Israel
Erzbischof Miguel Obando y Bravo, Nikaragua
Kardinal Raúl Silva Henríquez, Chile
Hildegard u. Jean Goss-Mayr, Östereich
Christiaan Frederick Beyers Naudé, Südafrika
Amnesty International Group II, Österreich
Amnesty International österreichische Sektion
Committee for Human Rights,
International Trade Union, Österreich
 
   
   

Kardinal Raúl Silva Henríquez, Erzbischof von Santiago de Chile, Präsident der Caritas Internationalis (1962-1965), einer der führenden Verteidiger der Menschen- und Gewerkschaftsrechte gegen das Regime Pinochet, Miguel Obando y Bravo, als Erzbischof von Managua 1985 in den Kardinalsstand erhoben und der Ausschuss des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften zur Verteidigung der Menschenrechte in Lateinamerika waren die ersten Preisträger aus Lateinamerika.

„Nur die unblutigen Revolutionen
führen zum Ziel.“


7.12.1989, Bruno Kreisky anläßlich der Verleihung
des Dr. Martin Luther King jr. Friedenspreises
Bruno Kreisky mit Kardinal Raúl Silva Henríquez.  

Ein weiterer Preis ging an Amnesty International, Sektion Österreich und die Gruppe II von ai Österreich für ihren Einsatz für eine politische Gefangene in Argentinien.

Christiaan Frederick Beyers Naudé
, der südafrikanische Apartheidkritiker und Theologe, der 1977 bis 1985 vom Apartheidsregime unter Bann gestellt wurde und die Eheleute Jean und Dr. Hildegard Goss-Mayr für ihren pazifistischen Einsatz und den Ost-West Dialog, erhielten weitere Preise.

PreisträgerInnen des ersten Bruno Kreisky Preises für Menschenrechte:

Issam Sartawi, Lova Eliav, Erzbischof Miguel Obando y Bravo, Bruno
Kreisky Kreisky, Kardinal Raúl Silva Henríquez, Hildegard und Jean Gross-Mayr,
Otto Kersten.
   

Ein besonderer Aspekt war jedoch die Preisverleihung zu geteilten Handen an den israelischen Politiker Arie Lova Eliav und den palästinensischen Arzt und Politiker Issam Sartawi. Die Verleihung erfolgte auf Vorschlag Kreiskys. Durch die Verleihung an die beiden Wegbereiter eines israelischpalästinensischen Dialogs sollte ihre frühe friedliche Initiative gefördert, und die dialogorientierten auf beiden Seiten öffentliche und mediale Unterstützung erhalten. Issam Sartawi, der für seine Dialogbereitschaft und die Annahme des Kreisky Preises gemeinsam mit Arie Lova Eliav auf den Widerspruch der palästinensischen Führung stieß und von radikalen Palästinensern kritisiert wurde, fiel 1983 in Albufeira, Portugal, einem palästinensischen Mordanschlag zum Opfer.

Issam Sartawi und Lova Eliav,
dahinter rechts: Egon Matzner

 

   

 

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