Kardinal Raúl
Silva Henríquez, Chile
Issam Sartawi, Palästina
Arie Lova Eliav, Israel
Erzbischof Miguel Obando y Bravo,
Nikaragua
Kardinal Raúl Silva Henríquez,
Chile Hildegard u.
Jean Goss-Mayr,
Östereich Christiaan
Frederick Beyers Naudé, Südafrika
Amnesty International Group II,
Österreich
Amnesty International österreichische
Sektion Committee
for Human Rights, International
Trade Union, Österreich |
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| Kardinal
Raúl Silva Henríquez, Erzbischof
von Santiago de Chile, Präsident der Caritas Internationalis
(1962-1965), einer der führenden Verteidiger der
Menschen- und Gewerkschaftsrechte gegen das Regime Pinochet,
Miguel Obando y Bravo, als Erzbischof von Managua 1985
in den Kardinalsstand erhoben und der Ausschuss des
Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften zur Verteidigung
der Menschenrechte in Lateinamerika waren die ersten
Preisträger aus Lateinamerika.
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„Nur
die unblutigen Revolutionen
führen zum Ziel.“
7.12.1989, Bruno Kreisky
anläßlich der Verleihung
des Dr. Martin Luther King jr. Friedenspreises
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| Bruno Kreisky mit Kardinal
Raúl Silva Henríquez. |
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Ein weiterer Preis ging an Amnesty
International, Sektion Österreich und die
Gruppe II von ai Österreich für ihren Einsatz
für eine politische Gefangene in Argentinien.
Christiaan Frederick Beyers Naudé, der
südafrikanische Apartheidkritiker und Theologe,
der 1977 bis 1985 vom Apartheidsregime unter Bann gestellt
wurde und die Eheleute Jean
und Dr. Hildegard Goss-Mayr für ihren pazifistischen
Einsatz und den Ost-West Dialog, erhielten weitere Preise.
PreisträgerInnen
des ersten Bruno Kreisky Preises für Menschenrechte:
Issam Sartawi, Lova Eliav, Erzbischof Miguel Obando
y Bravo, Bruno
Kreisky Kreisky, Kardinal Raúl Silva Henríquez,
Hildegard und Jean Gross-Mayr,
Otto Kersten.
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Ein besonderer Aspekt war jedoch die Preisverleihung
zu geteilten Handen an den israelischen Politiker Arie
Lova Eliav und den palästinensischen Arzt
und Politiker Issam Sartawi.
Die Verleihung erfolgte auf Vorschlag Kreiskys. Durch
die Verleihung an die beiden Wegbereiter eines israelischpalästinensischen
Dialogs sollte ihre frühe friedliche Initiative
gefördert, und die dialogorientierten auf beiden
Seiten öffentliche und mediale Unterstützung
erhalten. Issam Sartawi, der für seine Dialogbereitschaft
und die Annahme des Kreisky Preises gemeinsam mit Arie
Lova Eliav auf den Widerspruch der palästinensischen
Führung stieß und von radikalen Palästinensern
kritisiert wurde, fiel 1983 in Albufeira, Portugal,
einem palästinensischen Mordanschlag zum Opfer.
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Issam
Sartawi und Lova Eliav,
dahinter rechts: Egon Matzner
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