KUNSTAUKTION ZU GUNSTEN DER
BRUNO KREISKY STIFTUNG
FÜR VERDIENSTE UM DIE MENSCHENRECHTE
 
Die Stiftung Die KünstlerInnen
      Eduard Angeli
Erwin Bohatsch
Herbert Brandl
Ruth Brauer-Kvam
Günther Brus
Malgorzata Bujnicka
Karin Christof
Waltraut Cooper
Georgia Creimer
Gunter Damisch
Christine de Pauli
Georg Eisler
Valie Export
Hubert Fischlhammer
Paul Flora
Karin Frank
Joanna Gleich
Xenia Hausner
Wolfgang Herzig
Lore Heuermann
Christine & Irene Hohenbüchler
Giselbert Hoke
Johanna Kandl
Angelika Kaufmann
Dieter Kleinpeter
Alfred Klinkan
Peter Kogler
Cornelius Kolig
Sonja Lixl
Oswald Oberhuber
Valentin Oman
Florentina Pakosta
Markus Prachensky
Katharina Prantl
Drago Prelog
Arnulf Rainer
Franz Ringel
Birgit Sauer
Roman Scheidl
Eva Schlegel
Walter Schmögner
Hans Staudacher
Esther Stocker
Linde Waber
Rainer Wölzl
 

Oliver Rathkolb

habilitierter Zeithistoriker,
Dr. phil. und Dr. iur. an der Universität Wien;

Leiter des neu gegründeten
Ludwig Boltzmann-Institutsfür Europäische
Geschichte und Öffentlichkeit (http://ehp.lbg.ac.at).

Seit 2004 Herausgeber der Fachzeitschrift „Zeitgeschichte".
Veröffentlichungen u.a.: 4 Monographien, Herausgeber von 4 Sammelbänden
(einer in englischer Sprache),
Mitherausgeber von 19 Sammelwerken;

über 100 selbständige wissenschaftliche Beiträge
in in- und ausländischen Fachorganen sowie Sammelbänden zu österreichischer und internationaler Zeit- und
Gegenwartsgeschichte – zuletzt
„Die paradoxe Republik.
Österreich 1945-2005“
im Paul Zsolnay-Verlag Wien
(ausgezeichnet mit dem Donauland-
Sachbuchpreis Danubius 2005
und dem Bruno-Kreisky-Preis
für das politische Buch 2005)

 

Zur Stiftung

Zu seinem 65. Geburtstag verzichtete Bruno Kreisky auf Geschenke. Ein Kreis von FreundInnen und MitarbeiterInnen um den damaligen Wiener Bürgermeister Leopold Gratz und den Präsidenten des ÖGB, Anton Benya, entwickelte die Idee einer Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte, die den Namen Kreiskys tragen sollte.

Bruno Kreisky wurde sowohl durch das Dollfuß-Regime 1935 für 15 Monate als auch von den Nationalsozialisten 1938 für weitere fünf Monate eingekerkert und schließlich in das Exil nach Schweden getrieben, von wo er erst 1951 zurückkehrte. Diese Erfahrung hatte sein politisches Leben, insbesondere auch gegenüber diktatorischen Regimes, Menschenrechtsverletzungen und Asylsuchenden geprägt. Dies spiegelte sich in Kreiskys Politik zu den großen Fragen seiner Zeit, dem Ost-West Konflikt und der Détente, der Entwicklungspolitik, aber auch bei seinem Einsatz für Einzelne, etwa Dissidenten in Osteuropa oder Opfern von Verfolgung und Folter Lateinamerika wider.

In den 1970er Jahren war die österreichische Wahrnehmung der internationalen Menschenrechtsproblematik von den Verbrechen diktatorischer Regime in Mittel- und Südamerika, der Unterdrückung im sowjetischen Block sowie des beginnenden KSZE Prozesses, dem Apartheid System im südlichen Afrika aber auch der Unterentwicklung der südlichen Hemisphäre und dem Nord-Süd Konflikt bestimmt.

Um den unabhängigen und überparteilichen Charakter der Stiftung zu betonen, beteiligten sich auch Unternehmen und Institutionen, die nicht dem sozialdemokratischen Lager Österreichs zuzurechnen waren, an der Aufbringung des Stiftungskapitals.

Bis zum heutigen Tag hat die Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte in 12 Preisverleihungen mehr als 120 Personen, Institutionen und Projekte für Ihre besonderen Leistungen zum Ausbau und Schutz der internationalen Menschenrechte sowie für außerordentliche humanitäre Leistungen ausgezeichnet.

Gleichzeitig hat sich die Kreisky Stiftung dem nationalen und internationalen Lobbying, der Menschenrechtserziehung und dem Networking von Menschenrechts-NGOs gewidmet.