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Zu dieser Zeit
war die österreichische Wahrnehmung der internationalen
Menschenrechtsproblematik von den Verbrechen diktatorischer
Regime in Mittel- und Südamerika, der Unterdrückung
im sowjetischen Block sowie des beginnenden KSZE
Prozesses, dem Apartheid System im südlichen
Afrika aber auch der Unterentwicklung der südlichen
Hemisphäre und dem Nord-Süd Konflikt
bestimmt.
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Bruno
Kreisky wurde sowohl durch das Dollfuß-Regime
1935 für 15 Monate als auch von den Nationalsozialisten
1938 für weitere fünf Monate eingekerkert
und schließlich in das Exil nach Schweden
getrieben, von wo er erst 1951 zurückkehrte.
Diese Erfahrung hatte sein politisches Leben,
insbesondere auch gegenüber diktatorischen
Regimes, Menschenrechtsverletzungen und Asylsuchenden
geprägt. |

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| Bruno
Kreisky im schwedischen Exil |
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| Bruno Kreisky |
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| Dies spiegelte sich
in Kreiskys Politik zu den großen Fragen seiner
Zeit, dem Ost-West Konflikt
und der Détente, der Entwicklungspolitik,
aber auch bei seinem Einsatz für Einzelne, etwa
Dissidenten in Osteuropa oder Opfern von Verfolgung
und Folter Lateinamerika wider. |

Polizeifoto 1935 |
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„Im
Bewußtsein der Verantwortung, die ich habe, und
zwar in ihrem umfassensten Sinn, bin ich zu der Auffassung
gelangt, es sei notwendig, ohne Gehässigkeit und
ohne Absicht, sich in die inneren Angelegenheiten anderer
Staaten einzumischen.“
13. September 1973, Bruno
Kreisky, Tagung des internationalen Rates von Amnesty
International |
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Olof Palme und Willy Brandt zu Gast im Garten ihres
Freundes
Bruno Kreisky in der Armbrustergasse 15 in Wien.
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Um
den unabhängigen
und überparteilichen Charakter der
Stiftung zu betonen, beteiligten sich auch Unternehmen
und Institutionen, die nicht dem sozialdemokratischen
Lager Österreichs zuzurechnen waren, an der
Aufbringung des Stiftungskapitals. In zwei Tranchen
wurden € 700.000,-
(10 Mio. Schilling) zusammengetragen.
Aus den Erträgnissen dieses Stiftungskapitals
finanziert sich die Stiftung bis heute maßgeblich.
Die Stiftung war zunächst beim Österreichischen
Gewerkschaftsbund,
ÖGB, dann bei der Stiftung Bruno Kreisky
Archiv beheimatet und ist heute an das Demokratiezentrum
Wien angebunden.
Seit ihrer Gründung wird sie von Professor
Alfred Ströer, Nationalratabgeordneter a.
D. und ehemaliger führender Gewerkschafter
als Geschäftsführer, zuletzt gemeinsam
mit Univ. Prof. DDr. Oliver
Rathkolb geleitet.
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Während Bruno Kreisky auf die Gründung der
Stiftung keinen Einfluß nahm, spiegelt die Zusammensetzung
der ersten internationalen und unabhängigen Jury
sehr wohl Aspekte des internationalen Netzwerkes des
Staatsmannes Kreisky wieder. Neben internationalen Persönlichkeiten
wie der deutschen Publizistin und Widerstandskämpferin
Marion Gräfin Dönhoff,
den Staatsmännern und persönlichen Freunden
Kreiskys, Willy Brandt,
Olof Palme und Roland Dumas gehörten insbesondere
österreichische Sozialexperten wie Professor Herwig
Büchele, SJ, der Jury an. Damit unterstrich
die Stiftung ihre Bereitschaft auch besondere Verdienste
im Bereich der Verteidigung und Förderung wirtschaftlicher
und sozialer Menschenrechte auszuzeichnen.
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