Biographie
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FAQ

Aus welchem Jahr stammt das Zitat "Ein paar Milliarden Schulden mehr bereiten mir weniger schlaflose Nächte als ein paar hunderttausend Arbeitslose"?

Bruno Kreisky äußerte dieses Zitat im Lauf der Jahre in mehreren Varianten. Legendär wurde der Ausspruch allerdings anlässlich einer Rede während des Nationalratswahlkampfs am 18.3.1979. Der Ausspruch wird z. B. in der Arbeiter-Zeitung vom 8.4.1979 zitiert.


Bei welcher Gelegenheit bezeichnete Bruno Kreisky Österreich als "Insel der Seligen"?

Das Zitat stammt nicht von Bruno Kreisky sondern von Papst Paul VI., der Österreich anlässlich des Staatsbesuches von Bundespräsident Franz Jonas im Vatikan 1971 in einer Ansprache als "Insel der Seligen" bezeichnete.


Aus welchem Jahr stammt das Kreisky-Zitat "Lernen S' bissl Geschichte, Herr Reporter!"

Mit der Aufforderung "Lernen S' bissl Geschichte, dann werden S' sehen, Herr Reporter, wie das in Österreich sich damals im Parlament entwickelt hat." maßregelte Bruno Kreisky den ORF-Journalisten Ulrich Brunner am 24.2.1981 vor laufender Kamera. Das Pressefoyer nach dem wöchentlichen Ministerrat zum Thema AKH-Untersuchungsausschuss wurde am selben Abend in den Abendnachrichten "Zeit im Bild" gesendet.


Wann wurden die Gratisschulbücher eingeführt?

Um im Sinne der angestrebten Chancengleichheit auch SchülerInnen aus ländlichen (bäuerlichen) Regionen und kinderreichen Familien Zugang zu Bildung zu ermöglichen, wurde am 1.9.1971 vom Nationalrat die Einführung der Schülerfreifahrt und ein Jahr später der Gratisschulbücher beschlossen. Mit der Abschaffung der Hochschultaxen im Februar 1972 wurde der freie Zugang zu den Hochschulen geschaffen.


Wann wurde die Heiratsbeihilfe eingeführt?

Im Wahlkampf 1971 kündigte Bruno Kreisky an, dass der frühere Steuerabsetzbetrag abgeschafft und durch eine direkte Heiratsbeihilfe von öS 15.000 ersetzt werden sollte. Sofort sank die Anzahl der Hochzeiten deutlich ab. Mit dem Inkrafttreten des Wahlversprechens am 2.12.1972 stürmten die Brautleute die Standesämter. War bei einem Brautpaar ein/e PartnerIn geschieden (oder AusländerIn), wurde die Hälfte des "Hochzeitsgeldes" ausbezahlt. Im August 1987 erklärte der SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina, dass er wegen Einsparungen im kommenden Jahr die Heiratsbeihilfe abschaffen werde. Damit löste er einen Schub von Eheschließungen aus, sodass 1987 der Nachkriegsrekord an Hochzeiten eingestellt wurde.